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Russisches Gold

SeligdargoldIn den letzten Jahren sind interessante Informationen über russische Goldlagerstätten bekannt geworden.  Unternehmen und Mitarbeiter russischer Bergbauunternehmen entwickeln ein vollkommen neues Bewusstsein für die gefundenen Mineralien, die Präsentation ihres Unternehmens und stellen sammlungswerte Stücke einer weiteren Vermarktung zur Verfügung. Während unserer Sammlerlaufbahn kamen kaum Stücke mit einem konkreten Fundort aus Russland auf den Markt. Heute scheint es neue Möglichkeiten für die Freunde der Mineralogie zu geben, Goldnuggets haben einen „Passport“ mit Fundort, Fundjahr, Grösse und Gewicht.
Um als Nuggets (russisch „Samorodki“ oder auch Naturgeborene) in den öffentlichen Verkauf oder Export zu kommen, müssen sie wenigstens eine Sitzung der staatlichen Expertenkommission GOKRAN überstehen. Sie soll den Verlust einzigartiger Exponate verhindern. Diese staatliche Einschränkung geht zurück bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, als zaristische Regierungsstellen beschlossen, dass alle Funde von Edelmetallen und Edelsteinen entsprechender Masse, Qualität und Besonderheiten an das Museum des Berginstituts (die Sammlung der Zarin Katarina in St. Petersburg war die umfangreichste Kollektion von Gold- und Platinnuggets) gebracht werden sollten. Zuerst wurden diese Reichtümer im Brilliantensaal des Winterpalais eingeordnet. Seit 1967 haben diese Exponate ihr Domizil im Diamantenfonds des Kreml gefunden und sind da für die Öffentlichkeit ausgestellt.
17 Tscherwonez

Auch ohne diese Stücke fand sich in Russland, der UdSSR und der Russischen Förderation ausreichend Material, um Industrie und Münze ausgiebig zu beliefern. 1923 wurde der „Tscherwonez“ geprägt und später von 1975 bis 1982 erneut aufgelegt, um als „Bullionmünze“ vor allem im Ausland verkauft zu werden.
Hat die Expertenkommission entschieden, dass die vorgelegten Stücke zum Verkauf freigegeben werden können, ist die hohe staatliche Hürde genommen und ein wunderbares Stück mit glänzender Farbe, Ausstrahlung und Wert, darf sich in eine Mineraliensammlung verirren. Denn so oft besteht nicht die Möglichkeit, Stücke mit so genauer Bestimmung und Herkunft, so hohem Goldgehalt, so abenteuerlicher Förderung sowie erheblichem Gewicht zu erwerben. Russische Samorodki, noch dazu mit so genauer Herkunft, sind ohnehin eine extreme Seltenheit auf dem Mineralienmarkt.

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